Die Kampagne der Pilgernden Gottesmutter und die Marienau

Die pilgernde Gottesmutter

1968

In der Wohnung Pater Kentenichs im Haus Marienau steht (meistens) jene Pilgernde Gottesmutter, die João Pozzobon, der Initiator der Kampagne der Pilgernden Gottesmutter,  am 19. März 1968 seinem Freund und geistlichen Begleiter Herrmann Arendes überreichte, damit er sie Pater Josef Kentenich schenke, „um den Ursprung zu bereichern“, wie Pozzobon erklärte. Jahre zuvor erhielt Pozzobon nach seiner eigenen Aussage die Gnade, „den Ursprung zu verstehen“ und sich „als kleiner Schüler“ in der Schule Pater Kentenichs zu begreifen, der die Mission teilen wollte, die Maria dem Gründer anvertraut hatte.

In den Jahren seines Apostolates wuchs und reifte der kleine Schüler und verstand tief das, was Pater Kentenich seinen Wunsch nach der Schaffung eines Rückstroms nannte – einer marianischen und organischen Lebensströmung der Bereicherung des Ursprungs von den Ländern aus, die er seit 1947 besuchte, um Verbündete für diese Mission zu gewinnen. Pater Kentenich rief die spanisch-portugiesischen Länder, nicht nur Empfänger der Gnade und einer aus den europäischen Ländern erhaltenen Sendung zu sein, sondern das Empfangene angereichert zurückzugeben.

Und der Schüler wurde zum Verbündeten Pater Kentenichs und suchte seitdem das zu tun, worum dieser seine lateinamerikanischen Verbündeten gebeten hatte: den Ursprung zu bereichern. Er tut es mit dem, was am meisten seines ist, mit seiner Lebensmission: mit „Maria im Herausgehen“, mit der Pilgernden Gottesmutter.

Die Überreichung dieses Pilgernden Bildes der Gottesmutter fand am 11. April 1968, dem Gründonnerstag, in dem Raum in der Marienau statt, in dem der Gründer Schönstatts während seiner Aufenthalte dort mit seinen Gästen die Mahlzeiten einnahm. Bei dieser Gelegenheit bat Pater Kentenich Herrn Arendes, einer großen Gruppe von anwesenden Priestern das Geheimnis der Kampagne zu erklären (er tat es ohne großen Erfolg). Bei dieser Gelegenheit sagte der Gründer Schönstatts zu Herrn Arendes: „“Merken Sie, wie beim Wirken des Herrn Pozzobon die Worte Vinzenz Pallottis sich erfüllen: ‚Sie ist der große Missionar, sie wird Wunder wirken‘?“

Unter Bezugnahme auf die Suche nach neuen pastoralen Orientierungen von Schönstatt aus, wandte Pater Kentenich sich an zwei Diözesanpriester, die dabei waren, und sagte:

„Unsere Priester, besonders die junge Generation, suchen nach einer neuen und modernen Pastoral – hier ist sie.“ – „Was tut Herr Pozzobon? Er trägt die Gottesmutter überall hin, wo es ihm möglich ist, und sie muss wirken … Eigentlich ist es genau das, was wir immer gewollt und betont haben.“ Gegen Ende der Begegnung kam er noch einmal auf Joao Pozzobon zurück und sagte: „Spüren Sie, wie in der Arbeit Herrn Pozzobons alle Grundkräfte Schönstatts wirksam werden?“

Als João Pozzobon Wochen später durch einen Brief von Herrn Arendes von der Überreichung der Pilgernden Gottesmutter an Pater Kentenich erfuhr, verstand er dies „als eine Rückkehr des 31. Mai an die Ursprungsquelle“.

Pater Kentenich übergab dieses Bild der Pilgernden Gottesmutter, das die argentinischen Missionare der Kampagne „Peregrina des Vaters“ getauft haben, der Sorge von Pastor Heinz Künster.

Nach dem Tod von Pater Kentenich erhielt die Peregrina des Vaters einen Ehrenplatz in der Wohnung Pater Kentenichs in der Marienau, die seitdem unverändert geblieben ist und allen Besuchern und Pilgern offen steht – ob sie nun kommen, um an der Quelle des Ursprungs zu schöpfen oder um den Ursprung zu bereichern.

Quelle: P. Esteban Uriburu, Peregrino y Misionero de María und „Sie ist wieder da“

1985

Während der Feiern zum 100. Geburtstag Pater Kentenichs im September 1985 überreichen Ana und Guillermo Echevarria, Pater Esteban Uriburu und andere Pioniere der Kampagne der Pilgernden Gottesmutter die ersten Pilgerbilder für Länder außerhalb Südamerikas an Personen, die sie in diesen Tagen für diese neue Lebensströmung gewonnen haben. Die Überreichung und Sendung findet in der Hauskapelle statt, in der zu dieser Zeit der Altar für das zukünftige Kanaan-Patris-Heiligtum steht.

Hauskapelle und Heiligtum sind so zu historischen Orten für die weltweite Kampagne der Pilgernden Gottesmutter geworden.

Die „Pilgernde Gottesmutter des Vaters“ auf Pilgerwegen

1997 erbaten die Verantwortlichen der Kampagne der Pilgernden Gottesmutter dieses historische Bild für einige Zeit für eine Wallfahrt durch ganz Argentinien

2004 brachten Missionare der Kampagne aus Argentinien diese „Peregrina“ zur Einweihung des internationalen Heiligtums in Rom – Belmonte.

2015-2017 war die Peregrina in Paraguay, Uruguay und Argentinien